Technologien

LiFi

Wo Licht ist, fliessen in Zukunft auch Daten.

Wer heute WiFi oder WLAN hört, weiss worum es geht. Denn diese Datenübertragungstechnologie findet breite Verwendung und gehört zum Standard in den meisten Offices, Haushalten und Hotels. Dass die neue Technologie LiFi bald dem WLAN den Rang ablaufen wird, ist den wenigsten bekannt. Noch steckt sie in den Kinderschuhen. Doch in der digitalen Welt sind die Zyklen kürzer und die Produkte schneller marktreif als in der analogen Welt. Wer sich frühzeitig mit der Datenübertragung via Licht auseinandersetzt, ist der Konkurrenz mehrere Schritte voraus.

LiFi, die grosse Unbekannte, bekannt gemacht. 

LiFi steht für Light Fidelity und ist eine Form der Übertragung von Daten mit Hilfe des Lichts (Visible Light Communication, VLC). Der von dem deutschen Professor Harald Haas geprägte Ausdruck, steht für ein Verfahren der optischen Datenübertragung auf kurze Distanzen. Dank der LED als Halbleiterlichtquelle können Daten via Licht gesendet werden, und zwar durch schnelles Ein- und Ausschalten der LED – schneller, als es das menschliche Auge wahrnehmen kann. 
LiFi-Leuchten benötigen einen Internetanschluss via Ethernetkabel. Als Empfänger dient eine Fotodiode, welche innerhalb des Lichtkegels unterhalb der Leuchte platziert wird. Als Upstreamkanal dient eine Infrarotschnittstelle. Basierend auf dem Lichtspektrum, garantiert diese bidirektionale und drahtlose Kommunikationstechnologie eine sichere und kostengünstige Datenübertragung. Günstig, da die Datenübertragung auf einer bestehenden Leuchteninfrastruktur aufbaut. Das Spektrum des Lichtes ist 10‘000 Mal grösser als das Spektrum der gesamten Radiofrequenz. Bei dieser optischen Übertragungstechnologie steht somit eine grössere Bandbreite zur Verfügung als bei der Funkübertragung.
Unter Laborbedingungen wurden bereits Übertragungsgeschwindigkeiten von 224 Gbit/s erreicht, was bedeutend schneller ist als bei WiFi. Pro LiFi-Leuchte können sich zudem mehrere Personen verbinden.

Wo LiFi ein Highlight ist. 

Grundsätzlich ist LiFi überall dort einsetzbar, wo eine Leuchteninfrastruktur vorhanden ist. So wird diese zukunftsweisende Technologie zukünftig z.B. in Büros, Hotels oder an Events Anwendung finden. Die Übertragungstechnologie bringt dort Vorteile, wo Funksignale hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) problematisch sein können oder eine erhöhte Datensicherheit gewährleistet sein muss. 

Warum LiFi der Gastronomie und Hotellerie neue Chancen bietet. 

LiFi bietet auch der Gastronomie und Hotellerie einen grossen Mehrwert. Stellen Sie sich vor, Ihr Gast setzt sich an einen beliebigen Platz im Restaurant, um eine vertrauliche Videokonferenz zu führen. Oder er möchte abends im Hotelzimmer noch auf eine zuverlässig stabile Verbindung vertrauen können. Oder in der Lobby streng vertrauliche Mails empfangen. Da Daten einzig von einer spezifischen Lichtquelle empfangen und gesendet werden können, beschränkt sich der Empfangsbereich auf den Lichtkegel. Der Vorteil: Zugriff von Fremden von ausserhalb ist nicht möglich.

Was ist heute Stand der Dinge? 

Regent Lighting hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der neuen Technologie auseinandergesetzt. Erstmals konnte der führende Lichtlösungsanbieter in der Schweiz im Herbst 2017 eine funktionierende LiFi-Umgebung präsentieren. Im Mittelpunkt stand die Verbindung von Endgeräten zum kabellosen Austausch von Daten auf Lichtbasis. Diese Testumgebung ist die Basis zur Optimierung der Leistung und Zuverlässigkeit, aber auch der Entwicklung serienreifer Produkte, die in den nächsten zwei Jahren auf den Markt kommen. Erste Pilotprojekte wurden bereits gestartet.